Dennis Rösch

Fraunhofer IOSB
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dennis Rösch, M. Sc., arbeitet seit 2017 am Fraunhofer IOSB-AST als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Nach dem Studium der Automatisierungs- und Systemtechnik an der Technischen Universität Ilmenau beschäftigte er sich im mit nichtlinearen Beobachterkonzepten und deren Einsatz in zeitvarianten hochdimensionalen Systemen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung von Sicherheitsaspekten der Automatisierungstechnik in elektrischen Energie-Verteilnetzen mit Hinblick auf Netzbeobachtung zur Identifikation von Anomalien durch Cyber-Angriffe.

„Knowhow schützen – mit Weiterbildung zu IT-Security“

Vernetzte Industrien und Infrastrukturen müssen wie alle IT-Systeme ausreichend geschützt werden. Aufgrund immer neuer Angriffstechniken und zunehmenden Angriffsflächen durch die Digitalisierung entwickeln sich Sicherheitsanforderungen und Wissen ständig weiter – weshalb die Halbwertszeit von IT-Sicherheits-Wissen viel geringer als bei Fachwissen in anderen Branchen ist.
Das Knowhow aktuell zu halten ist also eine der größeren Herausforderung, die ohne berufliche Weiterbildung nicht gemeistert werden kann. Insbesondere der Transfer des erlernten Wissens nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Mit dem Schulungskonzept der Problemlösungs-Orientierung in Lernlaboren, das wir in diesem Vortrag vorstellen, wird erlerntes Wissen mittel- und längerfristig in den Arbeitskontext übertragen. Labore und Demonstratoren als Lernfeld sind möglichst ähnlich zur tatsächlichen Arbeitssituation und realistischen Entwicklungsumgebung gestaltet, um in einem geschützten Rahmen neue Fähigkeiten anzueignen und mit realistischen Bedrohungsszenarien umzugehen. . Darüber hinaus können Auswirkungen von Cyberangriffen unter Realbedingungen analysiert werden. Durch die so abgebildeten Prozesse und der zugehörigen Kommunikation können die Maßnahmen in einem praxisnahen Aufbau durchgeführt werden und bieten damit einen möglichst großen Nutzen für die Teilnehmer.
Des Weiteren stehen für die Teilnehmer tragbare Module zur Verfügung, die mit dem Sicherheitslabor verbunden sind. Auf diesen Modulen sind industrielle Komponenten angebracht, wie zum Beispiel eine SPS, ein HMI zur Bedienung, ein Schrittmotor als Aktor sowie ein Industrieswitch zur Vernetzung der Komponenten.

Im Rahmen dieses Vortrags werden die technischen Eigenschaften der eingesetzten Demonstratoren und Arbeitsumgebungen aus den Bereichen der IT-Sicherheit in der Energie-und Wasserversorgung sowie in der industriellen Produktion vorgestellt. Neben den Anforderungen und der technischen Umsetzung werden insbesondere auch mögliche Übungen und Lerninhalte gezeigt. Ein Live-Demonstrator steht im Rahmen der Ausstellung für eine tiefere Diskussion zur Verfügung.